Blaue Blume

Paul Klee (geb. 1879 - 1940)

Bei diesem Bild muss man schon länger hinsehen, um die Blume zu entdecken. Die Bildmitte ist von einem großen Blatt ausgefüllt, das wahrscheinlich zur Blume rechts unten gehört. Es passt eigentlich gar nicht zur Blume, sondern erinnert mehr an ein Tier. Die wulstigen Formen mit der Zickzacklinie am Rand lassen vermuten, dass es sich bewegen kann. Es sind noch weitere Blüten angedeutet. Alle Formen hat Paul Klee mit schwarzen Linien auf den Malgrund gezeichnet. Es sind fast nur Umrisse zu erkennen, wie in einer dunklen Nacht. Dann erscheinen uns viele Dinge in der Natur verändert, fremd oder unheimlich, und die im Wind schaukelnden Blätter der Blumen verwandeln sich manchmal in unbekannte Tiere.
"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."