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In
Wien entsteht aus der Happeningszene eine neue Aktionsform. Es ist
eine Art Theater, teils inszeniert, teils improvisiert. Diese
künstlerischen Aktionen sind allerdings so extrem von der
herkömmlichen Kunstauffassung abgewandt, dass die Besucher
geschickt, angeekelt, angewidert und fassungslos sind. Die Wiener
Aktionisten verstehen sich als Moralisten, die aufrütteln wollen
gegen Anpassung und Heuchelei. Sie lehnen die Autorität von Staat
und Kirche ab. Anfangs geht es ihnen darum, die Malerei zu
überwinden und ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, bei dem der Körper
mit einbezogen wird. Später wollen sie sich durch ihre
hemmungslosen Aktionsspiele von ihren Aggressionen befreien.
Vertreter: Hermann, Nitsch, Rudolf Schwarzkogler, Günter Brus u. a.
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