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Comics
gelten als eine spezielles Medium des 20. Jahrhunderts. Durch die
ineinander greifende Wirkung von Schrift, Inhalt bildnerischer
Gestaltung und Aussage nehmen sie eine besondere Stellung ein. Der
Ursprung dieser Bildergeschichten liegt schon in grauer Vorzeit, bei den
Höhlenmalereien. Aber auch die ägyptischen Wandmalereien, die
griechischen Reliefdarstellungen und Vasenmalereien sowie mittelalterliche
Illustrationen könnte man als Vorläufer der Comics ansehen. Oft bilden
historische Abbildungen auch direkte Vorlagen, wie ein Beispiel von
"Prinz Eisenherz" zeigt. Im 17. und 18. Jh. kamen erstmals
Sprechblasen in Verwendung und stellten damit eine Erweiterung früher
verwendeter "Legenden" /z. B. in religiösen Darstellungen) dar.
Beschleunigt wurde diese Art der Illustration vor allem durch die
Karikaturen des neu entstandenen Zeitungswesens.
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Dem Gedanken des Comics
am nächsten stehen jedoch im 19. Jh. die Darstellungen des Wilhelm Busch,
der heute als Vater des Comic-Strips gilt.
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Mit dem Zeitungswesen in
Amerika um die Jahrhundertwende fanden die ersten Comics ihre rasche
Verbreitung. Ursprünglich als auflagenhebendes "Gustostückerl"
gedacht, wurden Figuren wie "Yellow Kid", einem kleinen Slumbewohner,
zu einem Sprachrohr benachteiligter Randgruppen (arbeitsloser
Einwanderer). |
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Zehn Jahre später entstehen mit "Krazy Kat" um
1910 die ersten Tiercomics, von denen in den zwanziger Jahren "Felix
the cat" und Walt Disneys "Mickey Mouse" berühmt werden.
Besonders bei Mickey Mouse ist die stilistische Weiterentwicklung gut zu
beobachten, während klassische Comics wie "Prinz Eisenherz"
(seit 1937) mit großer Genauigkeit auf unveränderte Darstellungsformen
Wert legen.
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Die große Anzahl
verschiedener Comicstrips und die hohen Auflagen deuten darauf hin, dass
eine breite Leserschicht angesprochen wird. Begründet wird die große Beliebtheit
mit der einfachen und schnellen Lesbarkeit, der Bebilderung und dem teils
heiteren, unterhaltsamen, teils spannenden Unterhaltungscharakter. |
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Die
Bild-Text-Kombination ist so angelegt, dass das Einzelbild (Panel) jeweils
eine Situation erfasst und in der Gesamtanlage zu einer filmischen
Bildfolge führt - einem Strip, einer Episode. Alle Panels zeichnen sich
durch einen typischen Bildcharakter aus.
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Die inhaltliche
Dimension beschränkt sich auf die jeder Serie eigenen Handlungsmuster und
auf einen festgelegten Personenkreis, der durch feststehende Charaktere
die Stereotypisierung des Geschehens zur Folge haben muss. |
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