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Unter
Dramaturgie versteht man im allgemeinen die Struktur einer Erzählung bei
einer Spielfilmhandlung bzw. den gelungenen Aufbau der Argumentationskette
beim Dokumentarfilm.
Oberstes Ziel
bei der Produktion eines Videofilmes sollte dabei das Bestreben sein, den
Zuschauers so intensiv wie möglich emotional zu beteiligen. Diese
(emotionale) Beteiligung sichert ein besonders hohes Interesse des
Zuschauers.
In vielen Schülervideos,
aber auch im außerschulischen Bereich wird häufig "vergessen",
dass der selbsthergestellte Film, auf Außenstehende bzw. Nichtbeteiligte
eine ganz andere Wirkung hat als für die daran direkt Beteiligten. Das häufig
praktizierte mehr oder minder technisch korrekte "Abfilmen"
reicht allein nicht aus, Zuschauer zu interessieren, werden dabei doch häufig,
meist unbewusst, filmische "Regeln" verletzt. Hinzu kommt, dass
der neutrale Zuschauer, über einen gewissen Fundus eigener Erfahrungen
durch Film und Fernsehnutzung verfügt, an denen auch Amateurproduktionen
unwillkürlich gemessen werden. Um also sicherzustellen, dass
die beabsichtigte Wirkung mit dem selbstproduzierten Video auch beim
Zuschauer erzielt wird, sollte man ein paar dramaturgische Grundlagen
kennen, ohne diese als sklavische Einengung eigener Kreativität misszuverstehen.
Im Prinzip
geht es um folgendes Problem:
Einem bestimmten Zielpublikum (z.B. einer lokalen Öffentlichkeit, Schülern
anderer Schulen etc.) soll etwas mitgeteilt werden. Wie kann
sichergestellt werden, dass die intendierte
Aussage auch beim entsprechenden Zielpublikum ankommt? Welche Form ist
dabei besonders geeignet?
Einige
Tipps:
Jeder
Film hat einen Anfang und ein Ende.
Jeder Film sollte zwischen diesen beiden Punkten eine Form von Dramaturgie
enthalten.
Jeder Film sollte/muss zu Anfang eine Frage stellen und zum
Schluss darauf eine Antwort geben.
Jeder Film sollte sich möglichst auf ein zentrales Thema konzentrieren
und sich nicht in Einzelaspekten verzetteln. Dabei tragen geschickt
integrierte Nebenhandlungen durchaus zu einer Verbesserung des Gesamtfilms
bei.
Schlechte Filme sind nicht schlecht gefilmte Filme, sondern auf ein
schlechtes Drehbuch zurückzuführen.
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