Schülerzeitung - Finanzierung


Eine wirklich gesicherte und feste Finanzierung ist nur mit Anzeigen und Zuschüssen (z. B. durch einen Förderverein der Schule) möglich. Auf keinen Fall sollte man sich auf den Erlös verlassen, der durch den Verkauf eingespielt wird. Es wird meistens weniger eingenommen, als man zunächst einkalkuliert hatte. Zuerst einmal sollte ein Haushaltsplan erstellt werden, der zeigt, ob die Zeitung finanziell abgesichert ist. 

 

AUSGABEN:

Druckkosten
Vertriebskosten
persönliche Aufwendungen
= Gesamtkosten

EINNAHMEN:

Zuschüsse
+ Anzeigeneinnahmen
= verfügbare Mittel

 

Für Anzeigenkunden sind Schülerzeitungen jedoch nur interessant, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen:
  • saubere Druckqualität
  • regelmäßiges Erscheinen
  • garantierte Auflage
  • gute Gestaltung
  • geregelter Vertrieb
Die Beschaffung von Anzeigen erfordert viel Einsatz. Bestimmte Branchen sind dabei an Anzeigen in Schülerzeitungen besonders interessiert, zumal es die einzige Möglichkeit ist, in einer Schule zu werben:
  • Fahr-, Tanz- und Sprachschulen
  • Schreibwarengeschäfte & Buchläden
  • Bistros, Cafés & Diskos
  • Banken & Sparkassen
  • Versicherungsunternehmen
  • Reisebüros
  • Boutiquen und Jeansläden
Es ist sinnvoll, eine Kundenkartei anzulegen, in der alle Ergebnisse von Briefen, Telefonaten oder Vor-Ort-Gesprächen schriftlich festgehalten werden. Für überregionale Kunden oder auf Schülerzeitungen spezialisierte Werbeagenturen sind nur Schülerzeigungen mit einer höheren Auflage interessant.
Vereinbarungen mit Werbekunden sollten schriftlich getroffen werden - zur beiderseitigen Absicherung. Der Werbekunden möchte eventuell auch eine Media-Daten-Liste sehen, auf der alle wichtigen Dinge wie Name der Zeitung (mit Logo), Auflage, Format, Preise & Rabatte und Ansprechpartner zu finden sind.
Der Preis einer Anzeige hängt ganz von der Platzierung, der Auflagenhöhe und dem Format ab. Grundsätzlich sollte jedoch eine ganzseitige Anzeige billiger sein als zwei halbseitige zusammen, um Werbekunden mehr Anreize zu geben, eine größere Anzeige zu schalten. Dies gilt auch für halbe und Viertelseiten. Faustregel: Die Gesamtkosten sollten vollständig aus Anzeigen gedeckt werden können, aber es soll nicht mehr als 25 % Werbung in der Zeitung sein.
Darüber hinaus sollte auch ein Rabattsystem überlegt werden, das Werbekunden anreizt, mehr und regelmäßig Anzeigen zu schalten. Dagegen sollten Platzierungswünsche (insbesondere bei den Umschlagseiten) mit Aufpreisen belegt werden. Preise für Beihefter und Beilagen ermitteln sich aus Gewicht und technischem Aufwand. Beilagen können aber auch von der Redaktion an einem Nachmittag eingelegt werden - das festigt den Zusammenhalt.

 

Quelle: Thorsten Schulze, Mirko Kraft, Holger Schwichtenberg
www.learn-line.nrw.de/angebote/zeus/medio/verteil.htm