Schülerzeitung - Layout


Lesepsychologie
Jede Seite einer Zeitung wird mit dem Auge "abgetastet". Zuerst bleibt man bei Illustrationen hängen, dann folgen die Überschriften. Wenn das Interesse groß genug ist, steigt man möglicherweise in den Text ein.
Es braucht also ziemlich viel, bis man einen Artikel anfängt. Und dann ist noch lange nicht gesagt, dass man ihn auch zu Ende liest. Am Ende jedes Abschnittes besteht die Versuchung auszusteigen. Spaltensatz, kurze Abschnitte und interessante Zwischentitel  helfen dagegen.

Der Gestalter kann damit rechnen, dass der Blickverlauf auf einer Doppelseite bei allen Menschen gleich ist: Beim Aufschlagen fällt die rechte obere Ecke ins Auge, dann gleitet der Blick weiter quer nach unten in die rechte Ecke, wo auch schon der Daumen zum Weiterblättern liegt. Auflockerungen (z. B. Fotos, Karikaturen) halten den Blick fest und mindern die Gefahr, dass die Doppelseite einfach übergangen wird.

 

Seitenspiegel & Heftplanung
Wenn man weiß, wie lang die Artikel geworden sind, sollte man, bevor das Layouten im wilden Chaos endet, zuallererst eine schematische Darstellung aller Seiten der Zeitung anlegen: den Seitenspiegel. Er hilft, dass keine Seiten frei bleiben, vertauscht werden oder gar fehlen.

Ein Beispiel einer Heftplanung

Titelkopf
Titelstory

Werbung

News

Veran- staltungen

Werbung
AOK

Film- Report

Verschie- denes

Werbung Bank

(Inhalt / editorial)

Werbung

(News/  Impr.)

Comic

 

Nach vorne gehören das Editorial (die Hausmitteilung der Redaktion) und das Inhaltsverzeichnis. Man sollte danach direkt mit einem "Knaller", dem Aufmacher der Zeitung, anfangen, um den Leser sofort zu fesseln. Bei der Gestaltung einer Doppelseite ist zu bedenken, dass die rechte intensiver gelesen wird - folglich gehört Text möglichst auf die rechte "Aufschlagseite", und Anzeigen bringt man, wenn nicht anders vereinbart, besser links unter. Achtet für den Druck darauf, dass die Anzahl der Seiten durch vier teilbar ist.

 

Satzspiegel
Die Frage, wie viel Spalten eine Seite haben soll, hängt von der Größe der verwendeten Schrift ab. Durchschnittlich sollten nicht mehr als sechs bis acht Wörter pro Spalte gedruckt werden, da sonst das Auge ermüdet und der Leser abbricht.

 

Kopfleiste & Fußzeile
Auch wenn das Layout von Abwechslung und Kreativität lebt, müssen sich die Redakteure auf ein Konzept einigen. Kopf- und/oder Fußleiste prägen das Erscheinungsbild einer Zeitung. Sie sollten das Logo der Zeitung, Seitenzahl, Zeitungs- und Rubriknamen beinhalten und als "roter Faden" durch die ganze Zeitung leiten.

 

Quelle: Thorsten Schulze, Mirko Kraft, Holger Schwichtenberg
www.learn-line.nrw.de/angebote/zeus/medio/verteil.htm